Vollmond auf der Grossalp


Freitag 22. – Samstag 23. Februar 2013

Am Morgen schneite es noch ausgiebig im Maggiatal und ich war mir nicht mehr so sicher ob ich die Tour durchführen sollte oder nicht. Dazu waren es ja auch „nur“ zwei Gäste! Eine Einfache Entscheidung war’s nicht. Dazu kommt noch das SMS vom Morgen: „mit meiner Motivation für heute Abend ist das so eine Sache. … Weiss nicht so recht was machen.“ Tja! Nun, also,… ich wusste es auch nicht… ein kurzes Telefon mit dem anderen Gast und sein Enthusiasmus haute mich schier vom Sessel! Die Entscheidung war gefallen: und prompt zeigten sich auch schon die ersten Sonnenstrahlen!

Am Abend war es leicht bewölkt aber der Mond zeigte sich doch und beleuchtete unser Weg. Wir starteten bei -10 Grad…brrrrrrr…. dazu kam der Neuschnee, eine weisse Schicht von gut 30cm lag im Dorf und natürlich war keine Spur vorhanden. Für mich war sofort klar das wir ausnahmsweise der Skipiste entlang aufsteigen werden. Aber auch bei der Variante hatten wir es zum Teil mit Neuschnee und zum Teil mit Steilem Aufstieg zu tun: das Fondue musste zuerst verdient werden. An den Gadumdschi vorbei ging es ziemlich rassig zur Grossalp hinauf, die frische Temperatur half uns: bei der Hütte waren es -11 Grad.

Welch eine Überraschung zu sehen das wir fast die einzigen Gäste waren, eine andere sechser Gruppe war da und sie tranken schon Kaffee. Unser Fondue war rassig am Tisch, und zu dritt vielen wir über den Caquelon her. Danach war ein gemütliches Zusammensein angesagt, ein glässchen Nocino vor dem Kamin und dann ins Bett!

Vor 7Uhr war es dann soweit: aufstehen und ein Blick aus dem Fenster! Wauw!!! Keine Wolke und das Morgenrot am Horizont… ich glaubte es fast nicht. Sogar hörte ich schon Geräusche aus der Küche, dieses mal klappte es mit dem Kaffee! Wenig später, mit der Tasse in der Hand beobachteten wir gemeinsam der Sonnenaufgang.
Nochmals ein wenig später und wir waren draussen, an der Sonne mit den Schneeschuhen an den Füssen und es war erst halbacht!

Unser Abstieg zu beschreiben fällt mir schwer, man muss es erlebt haben… sogar die Bilder können es nicht schildern wie schön es war! Blauer Himmel, Sonnenschein, Schnee auf den Bäume, Pulverschnee vom feinsten und praktisch keine Spuren: ausser ein paar Gemsen und ein Hase der vor uns durch den Schnee ging. So schön hatte ich es schon lange nicht mehr erlebt und die Motivation die 12 Stunden früher nicht so da war zeigte sich voll! Juhuuuu…
… juhuuuu und schnell sind wir im Dorf unten, der Parkplatz füllt sich langsam von Tagesgäste und der Sessellift bringt sie den Berg hinauf, wir hingegen sitzen uns am Tisch und geniessen das verdiente Frühstück! Mehr als ein halber Tag steht uns noch zuvor.

Hier sind auch die fantastische Bilder der Tour.

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Frühlingsgastronomie im Sottoceneri

9. – 10. April 2010

Eigentlich sollte die Gruppe aus 5 Personen bestehen. Schlussendlich waren es aber „nur“ drei! Das war eigentlich der einzige Minuspunkt, von mir aus gesehen natürlich dieser beiden Tagen im Sottoceneri. Als erstes gingen wir in den Wald von Caneggio (Valle di Muggio) und sammelten ein wenig Bärlauch, Löwenzahn und Brennesseln-Spitzen… wir wussten aber noch nicht was daraus wird! Nach der Mittagspause wanderten wir von Caneggio nach Lattecaldo dem neuangelegen „Sentee de l’albur“ (der Kastanienweg) entlang und kamen im Nachmittag in Sagno bei der Osteria „Ul Furmighin“ an! Anna – unsere Gastgeberin – erwartete uns mit einem erfrischenden Kaffefrappé den wir in der Sonne genossen!

Dann aber war fertig gemütlich sein: es ging in die Küche! Kochhut auf den Kopf und Schürze an und schon hatten wir unsere Finger in der Crème. Nach ein paar Stunden Arbeit in der Küche hatten wir unser Nachtessen praktisch fertig. Zuerst aber schilderte ich über eine originaler Reise dem Kaffee entlang und alles was er mit sich brachte… nach diesem Apéro ging es zu Tisch: Löwenzahn-Salat, Trockenfleisch-Carpaccio mit Bärlauchpesto, Brennesseln-Risotto und einen sehr feinen Tiramisù war unser Frühlingsmenu!

Am 2. Tag machten wir eine Rundwanderung im Valle Vedeggio bei den Dörfer Rivera, Bironico, Camignolo und Mezzovico. Diese Gebiet kennt man eigentlich weil es direkt auf der Südseite des Ceneripasses liegt und die Autobahn, die Eisenbahn und die alten Säumerwege da durch gehen. Von den Schalensteine in Sant’Ambrogio, zu den Kastanienheine von Rivera zur Mühle von Soresina, den überraschenden Vogelfänger-Turm bei Mezzovico und natürlich die schönen Tessiner-Dörfer war die Wanderung voll Überraschungen. Zum Schluss gingen wir noch zur Kaffeerösterei „Pausa Caffé“ wo uns Attilio, Ottavio und Giovanni mit der ganze Familie erwartete. Nach der Führung und den vielen Erklärungen konnten wir auch verschiedene Kaffees degustieren. Mein liebster ist „Gourmet“ und die Neuentdeckung „Miscela Bio“ ist aber auch sehr fein, beide sind 100% Arabica. Zum Glück habe ich keine Nespresso-Maschine 😉

In der Bildgallerie findest Du ein paar Bilder.

Süsse Gastronomie im Muggiotal

suesse_gastronomie

Donnerstag und Freitag  29. und 30. Oktober 2009

Zu fünft trafen Wir uns im „Ul Furmighin“ in Sagno wo wir ganz gespannt auf ein neues Erlebnis warten durften. Nach einem leichten Mittagessen und das gegenseitiges Kennenlernen gingen wir mit unseren Kochhüten in Annas Küche. Mit ihrer Lehrreichen Begleitung widmeten wir uns den ganzen Nachmittag an unserem Menu zu: Gemüsekuchen, Kastanien-Gnocchi mit Wildschwein (aus den Wälder von Sagno) und zum Schluss einen Honig-Apfelkuchen! Das schwierigste war wohl das die Gnocchi schön daher kamen (auch das Auge wollte ja sein Teil). Trotz dem langen üben hatten nicht alle die Track-track Technik im Griff: der-die-das (?) Gnocchi mit dem geschnittenen Teil ganz hinten auf die Gabel ansetzten, dann mit dem Daumen das Teigstück nach vorne rollen und dabei „Track“ sagen… wenn alles klappt fällt der-die-das (?) Gnocchi vorne herunter und ist schön geformt!

Am Abend kam Cristina Solari von der Bergregion zu uns. Sie erzählte uns vieles von „ihrem“ Tal ins besonderem aber erklärte sie uns wie es zur Schutzmarke APVM kam und wie man ja nicht „Büscion“ den Formaggini aus dem Muggiotal sagen darf! Auch ihr hatte das von uns vorbereitete Nachtessen geschmeckt. Nach dem dass wir auch noch den „Zincarlin“ (Frischkäse mit Pfeffer) mit dem Kastanienhonig  degustierten und einen feinen Caffè tranken gingen wir dann zu Bett…

Am Morgen war die Verdauungsphase von unserem reichhaltigen Nachtessen schon fortgeschritten, dennoch unternahmen wir die vorgesehen Wanderung von Chiasso hinauf zur „Collina del Penz“ bis zum südlichsten Punkt der Schweiz. Wir wollten schliesslich auch wandern… Der Wald war sehr interessant denn nicht nur einiges an Pilze gab es zu entdecken, auch Blumen und Bäume konnten wir bestaunen: zum Beispiel stehen da oben unglaublicherweise ein paar Exemplare von Bergmammutbaum (lat. Sequoiadendron giganteum) und andere Exoten! Natürlich konnten wir die Kastanienbäume sowie die Falsche Akazie (lat. Robina pseudoacacia) auch nicht übersehen. Diese beide Arten geben auch den im Tessin am häufigsten verkauften Honig!
Nach dem in der warmen Mittagssonne genossenen Pick-Nick gingen wir nach Novazzano wo uns Caroline Scherer (Apinova SA) erwartete um uns in die Geheimnisse des Honigs einzuführen. Es war sehr Reichhaltig ihr zu zuhören wie die Bienen leben und organisiert sind, und wie Honig produziert wird. Wir konnten auch Honig degustieren und lernten dabei viel wie man Honig konsumiert und auf was man achten soll wenn man einkaufen möchte.

So haben wir ein paar ganz schöne Tage im Südtessin erleben dürfen und dabei viele neue Sachen gelernt: und jetzt heisst es ab in die Küche um die neue Rezepte zu anwenden! Wir konnten ja auch schon ein Datum definieren für ein neues Gastronomische Erlebnis im Tessin, reserviert euch schon Freitag-Samstag 9.-10. April 2010, das Programm dazu wird auch bald mal online sein.

Hier findet ihr auch noch ein paar Bilder zur Süsse Gastronomie.

Transhumanz und Kastanien im Maggiatal

kastanien

Samstag und Sonntag  24. und 25. Oktober 2009

Pro Natura Tagesexkursionen: Transhumanz im Bavonatal und Kastanienverarbeitung im Maggiatal.

Am Ersten Tag gingen wir von Cavergno ins Bavonatal hinein längs dem Weg der Transhumanz in Begleitung von Plinio Martinis „Nicht Anfang und nicht Ende“. So kamen wir der Lebensweise in diesen sehr armen Regionen naher und erfuhren dass für eine Handvoll Heu die verrücktesten Wege angelegt wurden um mit ein paar Kühe irgendeine steile Matte bestossen werden konnte. Einen Abstecher auf den Weg der hochhinauf auf die Alp Magnasca via Mater führt, wo wir den Anfang eines der unglaublichsten angelegten Wege bewunderten. Das Tal der Vertikalität: wenn man vom Weg aus in ein Vogelnest in der Baumkronen schauen kann, dann… ist es lüftig steil!

Am zweiten Tag war es doch ein bisschen gemütlicher, die Wanderung von Coglio nach Maggia (auf der Sonnenseite) bescherte uns einen Einblick in die Kastanienkultur und ins besonderem wie man diese Früchte konservieren konnte. Einen Abstecher nach Moghegno (in den Schatten) um das – noch Heute in betrieb – Kastaniendörrhäuschen zu besichtigen. Die Grà von Moghegno ist mittlerweile eine touristische Attraktion und wird dank einer Arbeitsgruppe und den Schulklassen erhalten. Oben drin konnten wir sogar in den Kastanien „baden“, denn die mehr als 600Kg Früchte mussten gewälzt werden und das im Rauch vom Feuer das unten brannte… Ein tolles Erlebnis!

Hier gehts zu ein paar Bilder von den beiden Exkursionen.

Zur Süsse Gastronomie im Muggiotal

Am 2. Oktober ist ein schönes Artikel über diesen Anlass in der Tessiner Zeitung publiziert worden:

Süsse Gastronomie lockt in Südtessiner Muggiotal

DIPL. Wanderführer Roger Welti organisiert für den 29. und 30. Oktober einen Ausflug mit dem verlockenden Namen Süsse Gastronomie im Muggiotal. “Es geht um den Honig… aber nicht um irgendeinen Honig, sondern um den Honig, der im Muggiotal produziert wird und mit der hiesigen Schutzmarke gekennzeichnet ist”, heisst es in der Beschreibung. Und schon zu Beginn wird der Gaumen verwöhnt. Nach einem gemeinsamen und gemütlichen Mittagessen im “Slow Food”-Paradies Valle di Muggio – Treffpunkt ist in Sagno, bei der Osteria “Ul Furmighin” – werden sich die Teilnehmer am Nachmittag dem Kochen widmen. Auch erfahren sie beispielsweise Interessantes über die Schutzmarke des Muggiotals (Frisch-Käse, Honig und in Zukunft auch Wein) und deren Einfluss auf die lokale Produktion sowie auf den Markt; sie wandern zum südlichsten Punkt der Schweiz, degustieren Honig und mehr. Promo-Preis: 220 CHF. Für Infos und Anmeldung wende man sich an “Quattro Passi”,

Roger Welti, Tel. 044 586 62 28, Mail: fare@quattropassi.ch. uj


Ein grosses Dankeschön an die Redaktion der TZ!

Süsse gastronomie als PDF

Interessiert: gehe zum Programm oder lade es als PDF herunter!